#07 - Ideen gärtnern und gestalten: Eva-Maria Märgner
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#07 - Ideen gärtnern und gestalten: Eva-Maria Märgner

Grafikdesignerin Eva aus der Nähe von Freudenstadt spricht in dieser Folge über die Bedeutung von haptischen künstlerischen Arbeiten, dem Engagement im Verein für Kreative und dem Jonglieren zwischen Privatleben und Arbeit als Team mit ihrem Mann Tom.

Hallo liebe Freunde des guten Geschmacks, ihr hört euren Lieblings-Podcast Raum und Tagelohn.

Ich bin euer Host Elena und ich spreche mit interessanten Frauen in kreativen

Berufen über ihren Spagat zwischen Arbeit, Privatleben und allem dazwischen.

Und ich wünsche euch allen ein wunderschönes neues Jahr 2026.

Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht. Und das neue Jahr bringt ein paar Änderungen

mit sich, auch für den Podcast. Und zwar habt ihr vielleicht gemerkt,

dass die Musik anders ist, aber ich habe so eine Lizenz für so eine Soundbibliothek

und dachte mir, warum nicht auch mal was Neues ausprobieren.

Ich habe ja die Möglichkeiten und es ist meine Sendung.

Heute ist Eva bei mir aus der Nähe von Freudenstadt und ich freue mich riesig auf die Folge.

Eva wurde mir auch schon von einem anderen Podcast-Gast, von Elena, empfohlen.

Vielleicht erinnert ihr euch aus der letzten Folge und jetzt ist sie da.

Und sie hat mir natürlich auch einen Gegenstand mitgebracht,

den ich sehr interessant finde.

Und zwar ist das ein Gegenstand, den ich zum Auszug von meiner Mama bekommen habe.

Oh, das ist ja cool. Das ist ein Schwarzwälder Achat.

In Form von Stein. Oder die Menschen ganz unterschiedlich können sehen.

Cool. Und ja, ich bin mit 17 ausgezogen, um meine Ausbildung zu machen.

Und meine Familie ist sehr heimatverbunden, sage ich mal.

Und auch meine Mama hat den Bergwerksverein in Hallwang gegründet und damit

irgendwie schon immer mit Steinen, mit Mineraliensammlern und so zu tun gehabt.

Und dann hat sie mir den geschenkt. Das ist richtig schön.

Also das ist so ein historisches Objekt, das man gar nicht wahrscheinlich genau

datieren kann, wie alt es ist, oder?

Naja, solche Steine findet man noch heute, aber wie viele Jahrhunderte es gebraucht

hat, wie das Wasser sozusagen die Mineralien durch diesen Riss im Gestein geschickt

hat, um dieses Wuster zu erzeugen.

Gibt es wahrscheinlich Leute, Geologen, die das genauer untersuchen können.

So schön. Die Farben sind auch so schön. Wir machen nachher ein Bild davon und

dann stellen wir das auf Instagram.

Ja, mittlerweile habe ich noch mehr so Steine, weil,

Ich habe irgendwie das so angefangen, wenn wichtige Dinge, wichtige Termine,

wichtige Ereignisse sind, dann gibt es da manchmal Steine.

Voll schön. Also, Tommi und ich haben auch eher Hochzeitssteine,

keine Ringe. Okay. Genau.

Da ist der Acha dann eher komplett so grün.

Ich finde es interessant, dass das jetzt nicht so direkt was mit deiner Tätigkeit

zu tun hat, Weil oft bringen Leute auch was mit, was wirklich so ein bisschen

verwandt ist mit dem, was man jetzt macht.

Also zum Beispiel einen Pinsel oder einen Stift.

Für mich war das wirklich ein großer Schritt damals mit 17 auszuziehen,

weil ich wollte so nach meiner Realschulprüfung, ich hatte so einen durchschnittlichen

Realschulabschluss, wollte ich eigentlich mein Fachabitur machen.

Und ich wäre nur auf die Warteliste gekommen und dann hat die Rektorin von EG

in Freudenstadt gesagt,

was machst du denn gerne, was ist deine Begabung? Und durch sie bin ich überhaupt

darauf aufmerksam geworden, dass es die Möglichkeit gibt, ein Fachabi zu machen

mit Richtung Grafikdesign oder Gestaltung.

Und da habe ich gedacht, boah, ja, das wäre es.

Aber klar, das war dann so mit kurz vor 17 Jahren alt werden,

so die Überlegung, wo ziehe ich jetzt hin?

Und deswegen war das für mich irgendwie schon so ein Loslassen und meine Mama

hat mir das zugetraut und hat gesagt, hier, Glücksteine,

du machst das schon und die Aufnahmeprüfung habe ich auch bestanden,

von dem her war das für mich dann klar, ich möchte mein Fachabi,

Traffic Design ist sowieso die Richtung, die ich gerne machen will ja und dann

bin ich halt mit 17 ausgezogen, nach Karlsruhe nach Karlsruhe,

okay also schon und jetzt aus dem Wald in die Stadt erstmal.

War das so deine erste große Station einer Großstadt?

Ja, Karlsruhe ist auch nicht so groß. Aber gegen Halbwangen ja, schon.

Okay. Und da hast du dein Grafikdesign studiert. Wann war das ungefähr?

Ich habe da eine Ausbildung gemacht zum staatlich geprüften Grafikdesigner.

Das waren drei Jahre.

Und das waren drei total spannende und schöne Jahre.

Und ja, da habe ich so die Basis geschaffen, sage ich mal.

Es ist eigentlich so, dass man während der Ausbildung, egal in welche Richtung

man das ja macht, da lernt man die Basis und während den ersten Jobs merkt man

ja erst richtig, was liegt mir, wo will ich mehr machen, wo kann ich noch mehr geben.

Gerade bei der Arbeit ist es halt auch sehr wichtig, praktische Erfahrungen,

also wahrscheinlich schon im Jahr recht früh zu machen,

um einfach auch so ein bisschen einerseits in der Handschrift zu schärfen,

aber auch, es gibt ja total viele Anwendungsbereiche, also im Druckbereich oder auch im Digitalen.

Hattest du da schon recht früh gespürt, wo es dich am ehesten hinzieht?

Was soll ich sagen? Ich bin schon ein bisschen älter wie du.

Als ich die Ausbildung gemacht habe, da fing es gerade so an.

Überhaupt Digitalkameras zu geben.

Das heißt, ich war noch tatsächlich mit der Mittelformat-Kamera im Fotodesign

und auch im Labor zum Bilderentwickeln noch mit Chemie und so.

Das heißt, das Ganze mit Videos und Videoschneiden.

Gab es damals so noch nicht bei uns. Also klar, so Trickfilmsachen,

so kleine hat man dann gemacht.

Flash-Animationen hat man auch schon so angefangen zu machen.

Aber auch Flash ist ja uralt, das gibt es ja schon lange nicht mehr.

Von dem her war es für mich eigentlich klar, okay, ich lerne Bilder zu bearbeiten,

Texte richtig zu setzen, Typografie liegt mir am Herzen, ist mir ganz wichtig.

Das ist für mich heute oft wirklich, Also wenn ich Seiten aufschlage oder auch

wenn ich Filme angucke, dann denke ich, boah, toller Film, aber das,

was an Schrift vorkam, das tut einem im Herzen weh.

Das ist nicht gestaltet, das ist einfach nur draufgelegt.

Wie geht es dir, wenn du solche Unterlagen siehst, die mit Canva oder so gestaltet wurden?

Ich glaube, mit Canva kann man schon auch gut gestalten. Aber man muss halt

Gestalter sein, man muss ein Auge dafür haben.

Das stimmt. Also da bin ich eigentlich so, ja, die Zeiten verändern sich,

es entwickelt sich weiter.

Klar, ich bin mit Adobe verbunden, ich war schon jetzt so lange mein Werkzeug.

Ich bin dann nach wie vor auch damit am Arbeiten.

Mit Kenda kann man genauso gut gestalten wahrscheinlich.

Aber ja, da muss man sich genauso reinarbeiten und das wünsche ich mir eigentlich,

dass viele, die jetzt so nachkommen, die dann damit arbeiten,

dass sie doch bitte trotzdem Wert legen.

Ich suche mir selber eine Schrift raus, die wirklich passt und kann vielleicht

die Schrift auch so selber setzen, schneiden, Durchschüsse ändern,

so wie ich sie haben möchte.

Und das ist was, ja, da bin ich ein bisschen traurig, dass das so verloren geht.

Dass so pragmatisch einfach so genommen wird, vorgeleertet.

Ich finde es nicht auch interessant, dass man, wenn man antritt,

eine Ausbildung zu machen oder ein Studium oder sich irgendwie fürs Leben,

für eine Richtung entscheidet, noch

nicht weiß, wie es dann von der technologischen Entwicklung sein wird.

Also ich habe mich auch für Film entschieden und während ich meinen Weg gegangen

bin, hat sich total viel verändert und dann kam noch KI dazu.

Also es ist ein bisschen für sich fast schon betrogen, weil man wollte mal was machen, was dann,

also während ich jetzt zum Beispiel meinen Weg gegangen bin,

kam dann YouTube und dann kam dann ganz viel Hochkantformat auf Instagram und so.

Also die ganze Niedrigschwelligkeit des Bewegtbilds hat sich verändert.

Also hin zum Kunst können jetzt alles machen und in deiner Branche ist es ja auch so.

Es ist doch verrückt, dass wir uns für etwas entscheiden und einen Wunsch haben oder ein Ziel.

Aber bis wir dann da sind oder bis wir die Ausbildung oder den Weg gegangen

sind, ist die Welt eine ganz andere geworden.

Das ist definitiv so.

Und das ist auf der einen Seite spannend und kann auch Spaß machen und auf der

anderen Seite ist es manchmal einfach sehr frustrierend.

Ich habe Grafikdesign gelernt, wenn ich für jemanden individuell etwas gestalten möchte.

Das heißt, für mich ist es eigentlich so, das ist eine gewisse Partnerschaft.

Man redet miteinander, was braucht die Person, um sich nach außen darzustellen?

Und dann mache ich mir darüber Gedanken.

Und dieses sich Gedanken machen ist ja eigentlich das Prompten.

Im Grunde genommen kannst du das ja genauso auch per KI machen,

Nur, dass die KI halt alles das verwurstelt, was schon mal da war.

Und das heißt, das ganz eigene gibt es dann halt nicht mehr.

Und da wünsche ich mir eigentlich, dass die Menschen wieder sehen,

was es wert ist, wenn jemand ein persönlich individuell nur für sich was gemacht hat.

Da kommen nämlich doch noch ganz andere Sachen raus.

Ja, das stimmt. Also es hat auch ein bisschen was mit Würde zu tun.

Also ich finde, und es geht als Gesellschaft, also es ist jetzt nur meine philosophische

Meinung, aber es geht in vielen Berufsständen, wird einem so ein bisschen die Würde genommen.

Also von dem, was man immer gelernt hat und was man so perfektioniert hat,

das wird alles, verliert so ein bisschen an Wert, an Geltung.

Ja, auf jeden Fall. Also dieses Alltagsgefühl habe ich definitiv.

Aber wo ich angefangen habe, klar, ich habe nie gedacht, dass ich nur am Rechner arbeiten werde.

Ich habe immer gedacht, ich würde auch mal noch illustrieren von Hand.

Jetzt kann man natürlich sagen, nee, wer illustriert schon noch von Hand?

Das kann man ja trotzdem weitermachen. Und ich glaube wirklich,

in Japan gibt es ja auch diese Kunst, dass man zerbrochene Gegenstände fliegt.

Und ich glaube wirklich, dass irgendwann die Menschen es wieder vielleicht wertschöpfen

können, wenn sie was machen.

Da hoffe ich eigentlich drauf. Ich bin ein Grundoptimist.

Natürlich merken wir im Alltag, dass sich da vieles verändert und dass auch

Kunden ganz viele Sachen so für sich selber erstellen.

Und für mich ist das auch voll in Ordnung.

Aber so dieses einheitliche, runde Bild nach außen, die stelle ich mich dar,

funktioniert irgendwie so nicht mehr.

Und wenn ich nur noch die Sachen brav und angepasst mache, damit ich ja keinen

Shitstorm oder sonst was bekomme, dann wird es halt alles echt langweilig.

Also das ist für mich so schade.

Echt schade. Aber ich glaube auch an diese Renaissance. Also ich setze da auch

ein bisschen drauf, weil wir werden jetzt alle so diese KI-Blase aufpumpen, bis sie platzt.

Und irgendwann haben wir wieder so ein Verlangen nach Menschlichem,

nach Haptischem. Ich glaube schon, dass es kommt. Es ist so wie mit den Vinyl-Schallplatten.

Da haben ja auch die Leute irgendwie wieder Lust, so ein Ding in den Schallplattenspieler

zu legen und die Nadel kratzen zu hören.

Und ich denke, das wird sich in anderen Bereichen auch breit machen.

Was ist denn so das, was, also wenn wir jetzt an deinen Alltag denken,

nimm uns doch mal so mit in deinen ganz normalen Tag, Arbeitstag.

Was machst du und was macht dir da am meisten Spaß?

Ich mache Werbung für ganz unterschiedliche Sachen, sowohl im Holzgaffen-Architekturbereich,

wo wir tatsächlich auch noch Kataloge gestalten.

Also es gibt noch Kunden, die tatsächlich auch Kataloge truppen lassen.

Aber natürlich mache ich auch gerne nach wie vor Verpackungsdesign.

Das waren früher ganz große Kunden und jetzt eher kleinere Kunden,

wobei das eine bewusste Entscheidung war.

Also ich war lang genug in einer großen Agentur, wo alles über Kontakte ging

und mal als Gestalter da ja eigentlich nie direkten Kundenkontakt hat.

Und irgendwann fand ich das schön, lieber mit kleinen Kunden und einem direkten Kontakt zu arbeiten.

Und so mache ich zum Beispiel Hubs, Kaffee und Tee, mache ich in Freudenstadt ganz viele Etiketten.

Und ja, das macht mir richtig Spaß, aber natürlich auch für ganz viele andere Sachen.

Wir haben für die Gartenschau Steinfurt, wo die sich drum beworben haben,

haben wir die Werbungsbroschüre gemacht.

Aber klar, wir haben auch Kunden, die schon so lange von uns betreut werden,

sei es von der Wettbewerbs.

Bis zu den Posts, die sie auf Instagram machen oder sonst wie alles eigentlich von uns gemacht.

Und das ist eigentlich das, was mir auch Spaß macht.

Genau, das habe ich auch so verstanden, dass es ja nicht nur um so eine einzelne

Gestaltungsaufgabe geht, sondern um so ein Rundum-Branding,

also Rundum-Wirkung, Aufmerksamkeit für eine Person oder eine Marke zu gestalten.

Und ihr habt ja dann auch diesen Begriff der Ideengärtnerei.

Wir sind einfach sehr naturverbunden und zwar in der Stadt, also in der kleinen

Stadt, Freudenstadt, aber wir haben noch einen Garten und.

Ja, ich glaube, sowohl mein Mann als auch ich mitziehen viel Energie und Ideen

auch, wenn wir draußen sind.

Also wir gehen beide gerne laufen in den Wald und das schätzen wir sehr so zu

wohnen, wo man direkt einfach zur Haustür raus kann und mal eine Stunde durch

den Wald rennen, da entwickelt man die besten Ideen.

Wie bist du denn aus Karlsruhe wieder hier gelandet? Also das würde mich jetzt

interessieren, wann hast du deinen Mann kennengelernt? Ja, das ist sowas.

Ich glaube, ich wollte eigentlich, ich wusste, ich habe da einen Job in Freudenstadt,

den kann ich direkt annehmen.

Da hatte ich mich beworben und es hat sofort geklappt. Und ich habe gedacht,

ich verdiene ein bisschen Geld und dann verlasse ich den Schwarzwald in die

große Welt und gehe vielleicht ein bisschen zu meiner Verwandtschaft nach Italien oder so.

Tja, aber da habe ich leider meinen Mann kennengelernt.

So ein Mist.

Und ja, so bin ich halt dann doch dargekriegen.

Okay, also das macht ja das Ganze auch zusammen.

Kannst du ungefähr sagen, seit wie vielen Jahren ihr zusammen als Duo jetzt aktiv seid?

Naja, eher als Texte und Konzeptioner war sozusagen mein direkter Vorgesetzter

sozusagen die ersten paar Monate.

Und dann war ich noch ein paar Jahre in Herrenberg und so richtig die Zusammenarbeit, dass ich,

ausschließlich im Team dann so mit ihm gearbeitet habe. Das war ab 2006,

wo unsere Tochter dann auch auf die Welt gekommen ist.

Also wir sind irgendwie, wir haben das nie wirklich geplant.

Das kam so und das hat aber auch so gepasst und hat auch funktioniert,

dass wir kannten uns ja schon nur miteinander am Arbeiten,

und so Fernbeziehungen mit Herrenberg und dann bin ich doch immer gefahren,

weil es doch wohnen war nicht meins.

War besser so zusammenzuarbeiten.

Hieß er schon damals Tom Texter? Und kamst du dann dazu? Ja.

Bei ihm hieß es schon immer Tom Texter. Er hieß auch vorher schon in der Agentur

für manche Kunden, das ist der Tom Texter.

Und wo ich dann fest dazu gekommen bin, kamen das Ideas dazu. Okay.

Weil das habe ich mich nämlich gefragt, also warum du da als Namen vielleicht

nicht auftragst, also Tom Texter und Eva,

Evas Ideas oder so wie das abgelaufen ist warum es so heißt.

Ja es gibt ja so Leute die planen ihr Leben komplett durch und ich lasse es

gern so laufen ja es geht alles so seinen Weg also ich habe um.

Nie so geplant, wirklich im Schwarzwald zu bleiben und ich wusste auch nicht,

ob ich je Kinder haben würde, wollen würde oder so, aber es war schön, so wie es gekommen ist.

Es ist voll schön, dass du das sagst, weil ich glaube, meine Generation oder

auch vielleicht Jüngere oder einfach Frauen in meinem Alter,

die machen sich da viel mehr Gedanken

dazu, also weil sie auch viel mehr Möglichkeiten zum Teil haben und,

auch Freiheiten und.

Und manchmal führt das auch zu so einem Stillstand, wenn man alles machen kann,

weiß man gar nicht, also dreht man sich im Kreis und kommt gar nicht richtig vom Fleck.

Dann ist das irgendwie voll erfrischend zu hören, dass man sich so treiben lässt.

Wenn ich ehrlich bin, es ist das Wichtigste, dass du in Bewegung bleibst.

Fang einfach irgendwo an.

Wenn du irgendwo stehst und sagst, boah, das war jetzt doch nicht so richtig,

dann nimmst du einfach die nächste Biegung. Und aus jedem, also ich habe in

meiner Zeit in Karlsruhe, da habe ich viele Nebenjobs gemacht und ich habe aus

jedem Nebenjob was mitgenommen und habe was gelernt.

Und das hilft mir jetzt natürlich im Alltag. Immer mal wieder denke ich an den

Job, ach guck da, das habe ich von daher und da kann ich deswegen locker bleiben und ganz entspannt.

Und ich glaube, einfach loslaufen und sich nicht so im Kopf machen ist manchmal der bessere Plan,

wie zu grübeln, was könnte ich und dann immer stehen zu bleiben und traurig

zu werden, weil jetzt könnte ich so viel machen, aber komme ich vorwärts.

Ihr habt dann sogar zwei Kinder bekommen.

Was würdest du sagen, vielleicht so als Ratschlag an mich oder an alle, die zuhören,

wie kriegt man es hin, wenn man es gut machen will, eben seiner kreativen Neigung

nachzugehen und sich zu verwirklichen und auch eben als Unternehmerin oder eben

selbstständig zu arbeiten und gleichzeitig Mutter zu sein?

Also was ist so dein Ratschlag oder dein Trick?

Ich glaube, in dem Fall darf man sich dann doch ein paar Gedanken machen.

Und zwar am besten, bevor man kennt.

Einfach zu überlegen, was für eine Rolle mag ich denn einnehmen.

Es gibt Frauen, die mögen gern die Hausfrau und Mutter und Zuhausekümmererin sein.

Und es gibt einfach Leute, die dann vielleicht für immer darunter leiden,

wenn sie diese Rolle dann haben und nicht mehr rauskommen.

Und ich habe relativ früh eigentlich mit meinem Mann darüber gesprochen oder

mit meinem Freund damals drüber gesprochen, dass das für mich,

ich bin nicht für die Lebensmittelbeschaffung alleine zuständig.

Entweder wir teilen uns das oder ich mag das sonst nicht. Also dann hätte ich

vielleicht auch noch keine Kinder.

Und das ist was, ich glaube, da muss man auch gar nicht irgendwie böse miteinander

werden, aber ich glaube, das ist wichtig, dass man das vorher kurz klärt.

Wer was dann gern machen mag oder...

Ich habe schon ewig lang keine Wäsche mehr gewaschen.

Ja, ich finde auch, dass es total vom Mann abhängt.

Also ganz oft in diesen Debatten redet man über die Frauen oder über die Kinder.

Aber ich finde, oft ist auch der Mann so ein bisschen der Schlüssel.

Also wenn der Mann richtig cool ist und auch wenn man mit ihm gut kommunizieren

kann und die Aufgaben gut verteilen kann, jeder hat so seinen Part,

dann steht ihm eigentlich nicht so viel im Weg.

Außer, dass ich zum Beispiel das so kenne, dass beides mir Spaß macht.

Sowohl die Mutter- und Hausfrauenrolle, aber ich arbeite auch richtig gern.

Und das ist das Einzige, was mir dann strich durch die Rechnung macht, ist die Zeit.

Weil der Tag hat einfach nicht so viele Stunden, wie ich gerne hätte.

Und manchmal muss man schlafen.

Schlafen ist echt ganz wichtig. Wenn mein Mann das dann hört, der wird lachen.

Wirklich. Für mich ist Schlafen echt das Wichtigste. hilft für mich,

einen guten Schlaf zu haben.

Das ist das, wo auch ich eigentlich unserem Sohn irgendwann dann so,

Waren, du jetzt immer noch so zappelst, dann musst du doch in dein eigenes Bett.

Weil sonst, ja, bin ich einfach nicht ausgewühlt. Und ich glaube,

die Kommunikation ist es als Gemeinschaftsaufgabe, das zu sehen.

Ich glaube, da muss man manchmal, glaube ich, die Männer einfach ein bisschen

anstupsen, dass sie das so sehen.

Und wenn sie es dann so sehen, Und dann kann das einfach ganz wunderbar laufen.

Und klar müssen da, da sind wir glaube ich doch noch ein bisschen in einem konservativen

Bereich im Schwarzwald, dass vielleicht auch viele Arbeitgeber da gar nicht

unbedingt so drauf eingehen wollen, wenn man Teilzeit arbeiten müsste.

Und das ist was, ich glaube, da müssen wir alle flexibler werden.

Magst du mit uns teilen, wie ihr das damals gelöst habt?

Also als die Kinder zur Welt kamen, ihr wart ja dann selbstständig und konntet

im Prinzip ganz flexibel entscheiden,

wie ihr das handhabt, wer was macht. Was war dann so euer Weg?

Ich meine, dadurch, dass wir schon immer zwei unterschiedliche Bereiche hatten.

Also mein Mann ist Texterkonzeptioner, der macht schon auch Gestaltung,

aber eigentlich überlässt er das lieber mir.

Und je nachdem, wie ich die Jobs hergabe. Also wenn es mehr Gestaltungsarbeit

gab, dann habe ich halt wesentlich mehr gearbeitet.

Und mein Mann hat wesentlich mehr gekocht, Kinder gehütet und Wäsche gewaschen und so weiter.

Und wenn aber bei ihm mehr war, dann hat er halt mehr gearbeitet und ich habe den Rest.

Da haben wir so im Alltag gar nicht unbedingt so viel drüber gesprochen,

sondern da gab es Timings, die mussten wir halten, da mussten wir zu dem und dem Termin.

Und klar, ich wusste, zu manchen Terminen kann ich meine Kinder mitnehmen,

zu manchen Terminen eher nicht.

Und dann hatten wir die ersten zwei Jahre bei unserer Tochter,

hatten wir dann eine Tagesmutter, wo einfach zwei Vormittage unsere Tochter

war, wo wir gesagt haben, okay,

und das sind alle Kundentermine, wo man wirklich die Kinder nicht mitnehmen kann.

Und irgendwann später, wo meine Mama nicht mehr so viel gearbeitet hat,

konnten wir da dann auch sagen, hier, da ist dann eben unser Sohn, dann war ein Thema.

Cool, also ich bin immer ein Freund von solchen flexiblen Modellen oder dass

man einfach so ein bisschen was aus den Möglichkeiten macht, die man halt hat.

Also eine Tagesmutter oder auch sonst Kinderbetreuung kostet ja Geld,

aber für uns war das eigentlich ganz klar, dass das dann, wir wollen,

dass das Kind Spaß hat und fröhlich,

friedlich aufwachsen kann und dass wir immer da sind, aber es gibt einfach auch Momente, da geht es.

Eigentlich fand ich das, also ich hatte so, wo ich die Kinder gekriegt habe,

meine Schwester war Hebamme und ich hatte so doch viele Hebammenkontakte und

die waren natürlich immer so, ja,

stillen ist das Normalste und das ist gar kein Ding.

Und von dem her war ich damals so, ich hatte auch unsere Tochter dabei beim

Kundetermin und habe sie kurz mal zwischendrin gestillt.

Ich habe das vorher auch nie geplant, aber das war dann halt einfach so.

Also ich würde mir wünschen, dass es einfach noch alles viel normaler wird.

Also ich habe das auch so gehandhabt, aber ich finde, es ist trotzdem noch so,

manchmal hat man selber vielleicht Angst, wie das ankommt oder die Leute reagieren unterschiedlich.

Aber ich nutze die Plattform jetzt hier auch, um das als Botschaft rauszusenden,

weil ich mich einfach freuen würde, wenn Mütter, die gerne arbeiten wollen oder

so, dass man denen es nicht noch schwerer macht.

Weil es gibt wirklich ganz viele Aspekte, wo man es möglich machen kann,

dass ein Kind mitkommt und vielleicht in der Ecke spielt.

Oder auch Kinder im Hintergrund zu hören sind, ist gar kein Problem. Genau.

Und was das angeht, egal ob Mann oder Frau, Ich möchte als das geschäftlich

gesehen werden, was ich an Leistung bringe.

Wenn ich die Leistung erbringe, dann hat das Restliche drumherum einfach keine

Rolle zu spielen. Richtig.

Und das ist mir wichtig, dass wir Frauen vielleicht auch...

Für das, was wir können, gebucht werden. Ja. Ganz einfach. Das macht man ja bei Männern auch nicht.

Da hast du wirklich was sehr Treffendes gesagt.

Ja, vor mir wurde jetzt auch im Podcast rückgemeldet, dass ich kritischer sein soll mit meinen Gästen.

Kritischer. Genau. Und jetzt werde ich dich ein bisschen kritisch durch die

Mangel nehmen. Jetzt bin ich gespannt.

Ich drücke mal nur einen Schluck.

Nein, ein Gedanke, der mir jetzt kam, ist, dass das Modell super funktioniert,

wenn man eben einen zuverlässigen Partner hat, also wo man ganz genau weiß,

man kann sich aufeinander verlassen,

also beide Mann und Frau und auch als Eheleute, aber auch als Eltern und als

Geschäftsleute, weil das sind ja ganz viele Ebenen.

Also das ist wirklich krass, dass man zusammen eine Geschäftsbeziehung aufbaut,

gleichzeitig auch Kinder großzieht und auch noch eine Partnerschaft hat.

Und wenn es dann funktioniert, dann ist es wirklich wie so ein Jackpot,

wie so ein Sechser im Lotto.

Aber kritische Stimmen könnten auch sagen, wenn es nicht klappen sollte,

wenn zum Beispiel der Mann sich das irgendwie anders überlegt oder so,

gar kein sicheres Modell für die Frau. Also mir wurde auch...

Kommt trocken, die man sich absichert.

Genau. Und da kann man Notare besuchen und Verträge machen.

Ist zu empfehlen. Also das nur da dazu und ich glaube wirklich.

Es ist auch nicht immer alles so rosa geblümt und wunderschön.

Es gehört schon halt auch Arbeit dazu.

Auf jeden Fall. Und man ist manchmal mit einem Partner viel kritischer als wenn

das jetzt einfach ein Kollege wäre.

Mhm. Da muss man schon auch harte Worte mal vertragen können.

Das hat Vorteile und Nachteile, sage ich mal.

Man muss wirklich miteinander weiter in Kommunikation bleiben,

was man jetzt mag oder nicht mag oder was vielleicht zu weit ging oder nicht.

Ich habe meinen Mädchennamen behalten, weil ich einfach damals,

wo wir geheiratet haben, habe ich echt überlegt, wenn ich jetzt die Frau von dann nur noch bin.

Ich habe halt Grafikdesign als meinen Bereich und ich mag nicht nur die Frau

von sein, so wie die, die macht dann die Steuern und die Buchhaltung so ein

bisschen, das bin ich ja nicht.

Sondern ich mag ja schon meine eigene Profession ausleben und meine Rolle haben.

Und das ist so witzig, weil ich dann mit einem anderen Namen wie mein Mann unterwegs

bin und dann haben wir schon Kunden am Tisch sitzen bei einer Besprechung Und

dann irgendwann sagt mein Mann, ja, das macht meine Frau dann.

Er sagt dann, was, sie sind ein Paar.

Wenn ich mit meiner Frau sowas hier gemeinschaftlich noch hinkriegen soll,

das wäre ja mal ein Totschlag.

Da habe ich gedacht, irgendwie, wir haben uns halt so kennengelernt.

Das ist auch interessant. Und es hat auch gut funktioniert.

Man muss natürlich schon auch jemandem so seine Freiräume lassen,

wenn man so viel Zeit miteinander verbringt.

Man muss sich gegenseitig auch sagen, hier, wenn du das gerne machst und ich

mag es nicht mitmachen, dann mach es allein. Aber mach einfach.

Das setzt halt voraus, dass man sich sehr, sehr gut kennt und auch ganz genau

weiß, wie der andere arbeitet und was ihm Spaß macht und wo er seine wunden

Punkte hat oder Schwachstellen oder sonst was. Aber das ist ja eigentlich das.

Ich glaube, wir könnten insgesamt, egal ob jetzt in einer großen Agentur oder

in unserem kleinen Zwei-Mann-Betrieb,

es ist ja eigentlich so, jeder hat so seine Stärken und seine Schwächen und

keiner muss sich über den anderen deswegen erheben. Jeder hat ja seinen Platz.

Und warum kann man da nicht einfach wieder ein bisschen mehr wertschätzen oder

ein bisschen mehr Aufmerksamkeit dem anderen begegnen?

Das stimmt. Ich glaube, oft steht uns da unser Ego im Weg.

Aber das ist wahrscheinlich dann auch der Vorteil, wenn man mit seinem Partner

zusammenarbeitet, wenn man da im Grunde mit allen Wassern auch gewaschen ist.

Man kennt sich in- und auswendig und man hat ein natürliches Interesse daran,

einander nicht komplett zu verkraulen.

Also es geht schief, wirklich. Also manche Leute, die sagen nun,

oh je, wenn das schief geht, dann ist es richtig schlimm.

Das ist natürlich wirklich so, wenn bei uns was schief geht dann.

Dann ist sowohl der Arbeitsplatz weg als auch der Rest in Beziehung.

Und das wäre natürlich echt super gau.

Aber du hast gesagt, du hast dich da abgesichert.

Welchen Tipp hast du da gerade an jüngere Zuhörerinnen?

Weil das ist, glaube ich, ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Also unabhängig vom

Partner generell, was die Rente angeht.

Aber auch in der Situation, dass man so ein bisschen mit seinem Partner eben

Geschäfte macht, dass man am Ende dann sicher dasteht.

Also, ich weiß nicht, ich hatte irgendwie das Glück, wirklich auch in der Familie das gemeinsam,

dann, ich habe meine Ausbildung abgeschlossen, den ersten Job und dann war so

im Gespräch in der Familie, ja so, und jetzt eine Lebensversicherung abschließen,

weil jetzt hast du noch keine Kinder, noch kein Haus, noch gar nichts.

Guck einfach, dass du schon mal da jetzt ein bisschen Geld auf die Seite kriegst.

Da hat mich so ein bisschen meine große Schwester an die Hand genommen.

Bin ich bis heute echt dankbar dafür, weil ja,

wenn du das dann einfach so monatlich am Laufen hast, hast du schon mal ein

bisschen, ja, so eine Sicherheit fürs Alter, sage ich mal. Und für den Rest?

Ich meine, zu unserer Selbstständigkeit und unseren Kindern haben wir dann ja

auch noch gewagt, sozusagen ein Haus auch zu zahlen.

Und auch da war es dann wirklich so, dass wir überlegt haben,

boah, wenn jetzt bei einem was wäre,

dann ist das Ding mal sicher, ob man so ein Haus halten kann,

weil man dann sowohl geschäftlich als auch privat und dann mit dem Kredit dann

einfach, boah, das wird dann schwierig.

Und da haben wir dann wirklich notarielle Hilfe einfach in Anspruch genommen

und das kann ich nur jedem raten.

Also wenn was mit dem Partner gemeinschaftlich, geschäftlich so läuft, sagt man sich da schon,

keine Ahnung, wenn der einen Unfall hat und am nächsten Tag nicht mehr da ist,

dann muss man schon irgendwie eine kleine Idee haben, wie man aufgefangen werden

kann oder was dann die Wege sind, dass man weitermachen kann.

Ich weiß nicht, wie es heute ist, aber als ich in der Schule war,

wurde das nicht so richtig beigebracht. Also wir hatten nicht so eine Art finanzielle

Ausbildung, also sowas wie Steuern oder Absicherung oder so.

Das ist dann echt was, was man entweder im Laufe des Lebens mitkriegt oder eben

durch die Familie mitbekommt.

Und das ist dann wirklich ein großes Glück, wenn man so an die Hand genommen

wird und auch von zu Hause aus aufs Leben vorbereitet wird.

Ich meine, da gibt es mittlerweile ja auch auf Instagram oder auch sonst wirklich

einige so Frauen, die auch, oder auch auf Arte habe ich ganz tolle Berichte gesehen,

wie man vielleicht als Frau guckt, dass man für sich vorsorgt.

Dass man nicht in Fallen tat, wo man denkt, das machen doch alles so,

dann wird es wohl okay sein.

Weil die Gesetze haben sich schon verändert. Früher gab es dann eben noch eine

Witzelrente. Das ist dann heute die Frage, ob man die eben noch so alles kriegt.

Das ist gut, wenn man das vielleicht vor sich.

Ja, das stimmt. Und das macht dir auch den Kopf frei, also für die Ehe und für die Liebe.

Ich glaube, das ist schön zu wissen einfach, wenn man so ein bisschen,

ich meine, diese Ehe, dass die sicher ist für immer, das ist ja so wie du heute

Morgen in der Zeitung stand ja, dass der Bund der Ehe nicht mehr so beliebt ist.

Das finde ich ganz witzig, aber ja, sowohl die Frauen als auch die Männer müssen

sich halt ein bisschen mehr überlegen, wo sie hinwollen mit sich und das geht schon auch gemeinsam,

aber ich glaube, da kann man von Gesetz her noch manches für Frauen besser organisieren.

Was wäre so ein Beispiel oder ein Wunsch, was du gerne besser haben würdest?

Ich glaube, bis wir es mit den

Partnerschaften schaffen, da muss einfach jeder gut auf sich aufpassen.

Aber das, was ich halt sehe, wir haben ganz viele kreative Frauen,

die dann halt alleinerziehend unterwegs sind.

Und da ist es echt hart, manchmal zuzugucken.

Das ist nichts.

Findest du da jetzt nochmal einen Unterschied zwischen kreativen Berufen und herkömmlichen?

Also wenn man kreativ selbstständig dann noch dabei ist, sage ich mal so.

Wenn man angestellt ist, ist das vielleicht nochmal anders.

Aber ich weiß nicht, wo ich angestellt war, da waren wenige Menschen in Teilzeit dabei.

Und ich habe da oft noch abends um 18, 19 Uhr ein Gespräch gehabt mit dem Vorgesetzten

oder mit dem Chef und zum irgendwelche Sachen abstimmen und dann bin ich auch manchmal erst nachts um,

zwölf aus dem Büro raus und morgen zum neun wieder angefangen,

das ist halt mit Kindern nicht so gut zu vereinbaren und da würde ich mir entweder

wünschen, dass dann Unternehmen, die größer sind, dass die wirklich einen eigenen

Kita oder Kindergarten mitgründen,

mit anderen Unternehmen, wenn es da nichts in der Nähe gibt,

dass die Mama in der Nähe sein kann und trotzdem arbeiten.

Ich glaube sogar, dass ich das für Unternehmen rächen müsste.

Ich glaube auch. Das sind ja Leute, die sind schon eingelernt.

Die setzen wir hin und können einfach loslegen. Und dass man die dann,

tatsächlich, wenn sie Mutter werden, dann so drei Jahre gar nicht mehr sieht

und danach dann ja mal gucken und wenn das Kind krank ist, ist es ja unangenehm und so.

Also, das ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Erstens mehr Vertrauen,

wirklich bei Remote-Arbeit ist gar kein Problem mehr, bei unserem Job zumindest,

kann man eigentlich alles auch mal von zu Hause aus machen.

Und ja, dann ist es ja eigentlich egal, ob man nachts oder tags arbeitet.

Ich bin auch ein großer Freund von so Betriebskindergärten, weil das einfach

Win-Win für alle ist, wenn es gut organisiert ist und funktioniert.

Und ich finde auch, also ich würde immer Mütter vielleicht sogar bevorzugt einstellen,

weil ich ganz genau weiß, das sind sehr resiliente Menschen,

die einiges gesehen haben. Das sind für mich fast so Kriegsveteranen.

Die haben einfach eine Geschichte zu erzählen. Die haben schlaflose Nächte hinter

sich. Die sind robust, die sind zäh.

Also ich habe auch manchmal das Gefühl, wer eine Geburt hinter sich gebracht hat.

Mit was willst du die noch beeindrucken? Also vor was will diese Person noch Angst haben?

Also ich muss dir schon sagen, das ist so, genau so.

Und wenn es eine offene, gute Partnerschaft ist, dann wächst da der Partner

mindestens genauso dran.

Und ich bin genauso stolz. Klar, er hat das so körperlich nicht mitgemacht,

aber zumindest der Rest kann genauso wachsen.

Stimmt. Und deswegen wünsche ich mir eigentlich, dass das mehr so halbe-halbe

geteilt wird, weil auch Männer können dann genauso strahlen.

An dieser Stelle wird es Zeit für eine kleine Werbung. Und zwar hat meine gute

Freundin Sophia auch einen Podcast, den ihr unbedingt mal auschecken solltet.

Wenn ihr Traum und Tagelohn mögt, Dann wird euch Raum für Mut ebenfalls gefallen.

So heißt nämlich der Podcast von Sophia.

Und sie weiß nicht, dass ich ihn bewerbe, aber vielleicht hört sie diese Folge und freut sich.

In dem Podcast spricht Sophia mit interessanten, mutigen Frauen über ihre krassen

Jobs, zum Beispiel eine Stuntfrau. Die Folge habe ich neulich gehört.

Und ich muss sagen, Sophia hat ihre Arbeit echt gut gemacht.

Also ich kann das besten Gewissens weiterempfehlen. Also wenn ihr Interesse

habt an mutigen, krassen Jobs von.

Ich habe mir eigentlich immer auf der Visitenkarte gekämpft.

Schreibe ich einfach nur Designer drauf.

Weil ich mag nur für meine Arbeit bewertet werden. Ja.

Und dementsprechend war ich eigentlich dann auch immer unterwegs.

Und da gab es schon auch manchmal so, mit meinem ersten Chef schon auch manchmal so Konflikte.

Weil ich bei manchen Sachen relativ selbstbewusst reingegangen bin.

Und dann aber an so Grenzen gestoßen bin.

Hast du da ein Beispiel? Ach, da ging es eigentlich nur um Kleinigkeiten.

Ein Kunde beschwert sich über Durchschuss, ist fertig gedruckt und Drama und

dann hat eben mein Chef mich angegriffen, dass ich da was falsch gemacht habe.

Und das sind, ja gut, Gestaltung ist halt echt was Relatives.

Das liegt im Auge des Betrachters. Und dann kann man jetzt sagen...

Kann man über die Richtigkeit eines Durchschusses, also eines Abstands von zwei

Zeilen zueinander, kann man darüber streiten.

Aber was das angeht, wollte ich eben nicht für sowas kritisiert werden,

weil ich es nicht der Kunde vorher sehen könnte und mir sagen könnte.

Und da war ich eigentlich immer sehr, sehr traf und manche hatten dann schon auch ihr Problem.

Aber da habe ich auch immer gedacht in der größten Agentur wo ich dann eben

war ja, wir Frauen sind dann eben natürlich schon auch für die Praktikanten

zuständig und für die Azubis und wir sind immer die Netten, wir gucken dann,

und eine Kollegin, die war dann irgendwann echt, die war wirklich fix und fertig

und ich habe dann so zu ihr gesagt, was ist los?

Ja, sie hat gerade ein Jahresgespräch gehabt und dann hat sie mit mit unserer Chefin gesprochen und,

sie wollte halt eine Gehaltserhöhung, weil sie da auch schon mehrere Jahre gearbeitet

hat und dann hat die Chefin gesagt, ja, was bringst du denn in grafische Leistung?

Dann sagt sie, ja, wieso? Ich mache doch alles gut und alle Praxis arbeite ich

ein und alle Auszubildende arbeite ich ein.

Ja, für soziale Dienste wird mir nicht betreut.

Und so ist es dann, Mädels.

Passt da auf euch auf, macht wirklich auch euren Weg, lasst euch nicht auswirken.

Wow und es ist halt.

Ich glaube, man kann sowohl das soziale Nettel miteinander, als auch gute Designerin

zu sein, geht miteinander.

Das geht alles. Aber es muss nicht immer für selbstverständlich erachtet werden,

dass wir weites liefern und dann aber immer zurückstecken, wenn es dann um die

tollen Jobs geht. Ja, voll.

Klar, das ist wirklich so, dass es eine Erwartungshaltung gibt und dass man

die zum Teil vielleicht auch selber dann an sich ranträgt, dass man denkt,

ja gut, ich muss mich jetzt drum kümmern. ich glaube, man sieht es am Anfang

immer selber gar nicht so.

Und je länger man dann in so einem Betrieb ist und dann dazu zuguckt,

sie war ab da nur noch mit Kopfhörer am Arbeitsplatz und sie war nicht mehr zuständig.

Und wenn sie dafür nicht bezahlt wird, dann macht sie um 18 Uhr auch Feierabend zu Hause.

Und das kann es nicht sein. Also ich finde, das ist, ja.

Ich habe sehr viele toughe Frau noch erlebt im Geschäftsleben und ich glaube,

wichtig ist, was du gesagt hast, dass man sich einfach nicht ausnutzen lassen

darf, weil ich will nicht, dass die Leute tougher werden.

Also sensibel zu sein und nett zu sein und leicht zu sein, das ist eine super schöne Eigenschaft,

aber man sollte sich halt wirklich, man sollte seinen Preis kennen und seinen

Wert kennen und sich eben an seine Grenzen schützen und ich glaube da ist so

ein bisschen, liegt der Hase im Pfeffer, weil Frauen das natürlich nicht so

vielleicht in die Wiege gelegt wird, zu sagen,

fahr deinen Ellbogen aus und hol dir, was dir zusteht. Das kommt echt.

Für ein Elternhaus, wo kommt. Ja, und welche Rollen will da einen?

Meine Mama hat uns eigentlich alle gleichermaßen mitgegeben,

wenn du was willst, dann kannst du das schaffen.

Dann manchmal muss man ein bisschen mehr dafür geben und manchmal ist das auch

anstrengend, aber wenn wir das.

Und das ist was, ja, das ist ganz arg wichtig, dass die Leute das wissen. Einfach mal machen.

Ja, gerade die Vorbilder zu Hause sind, glaube ich, auch mit die prägendsten wahrscheinlich.

Also so wie man halt beobachtet, wie die Mutter ist und wie der Vater und wie

selbstbewusst die durchs Leben gehen. ich glaube, das prägt einen.

Also in meiner Familie war es so, dass meine Mama eher so die Hosen anhatte

und auch immer unabhängig war und ich bin so aufgewachsen, dass ich dachte, das ist normal.

Bei uns war der Papa eher so der Sensible.

Ja gut. Ich glaube, das ist schon,

auch bei unseren Kindern so, dass unsere Tochter ganz anders rausgeht in die

Welt, weil sie einfach wahrnimmt, dass beide Seiten ihre Verantwortung tragen.

Keiner, also das habe ich manchmal in meinem Elternhaus eher so wahrgenommen,

dass, klar, meine Mama war dann immer für uns Kinder da und fand das manchmal auch so, ja,

ich möchte eigentlich auch noch mehr arbeiten wieder und ich möchte auch wieder

eher meinen Weg gehen und mein Papa ist eher so aus der alten Rolle und sagt

dann auch, nö, eigentlich,

das tust du so, bleib du mal schön zu Hause, sehr bequem und so.

Und ich hatte aber schon auch das Gefühl, dass mein Papa auch manchmal darunter

gelitten hat oder dass manche Männer darunter leiden, wenn sie die Brötchen Geld verdienen sind.

Sie die Leistung bringen müssen, damit zu Hause alles läuft und warum nicht teilen?

Das ist doch schön, wenn man es auf mehr Schultern verteilt und gemeinsam denkt.

Also das hilft ja beiden Seiten. Voll. Ich finde auch, man muss da von den Fähigkeiten her denken.

Also worauf hat derjenige Lust und was kann er gut und dann dementsprechend aufteilen.

Ja, ich meine klar, es gibt vielleicht Männer, die können sich das einfach auch

nicht vorstellen, zu Hause glücklich mit Kindern zu sein.

Und da muss man dann einfach die richtige Partnerin zu suchen,

die eben gern zu Hause ist. Voll, also da gibt es ja auch verschiedene Modelle.

Also man kann ja echt kein Pauschalrezept aufstellen, weil das muss sich einfach

gut finden und für beide gut ausgehen.

Und deswegen ist Kommunikation wie immer der Schlüssel.

Das ist echt manchmal auch anstrengend, aber das muss doch mit Tommi gut laufen,

weil da ist doch also Texter, Kommunikationsexperte.

Das war meine große Rettung, mit Bildern und mit Illustrationen und auch so reden kann ich ja.

Also für mich war wirklich Schreiben und Deutsch, das war wirklich meine große Schwäche, da bin ich,

versorgt zu. Das ist richtig schön, wenn man sich so auf allen Ebenen irgendwie,

begegnet und zusammen dann was auf die Beine stellt. Das ist eigentlich voll schön.

Naja, das habe ich dann im Angestelltenverhältnis, wo ich dann in Herrenberg

war, habe ich das gemerkt.

Da gab es nicht so Texte, Konzeptioner, wo man so Ideenpingpong gespielt hat.

Weil die wirklich viel besseren Ideen kommen eben raus, wenn man mit Kollegen,

die nochmal aus einem ganz anderen Winkel da drauf gucken,

auch vielleicht wie ein Produkt oder wie eine Marke in anderen Sprachen gesehen

wird, wenn das einfach noch ein bisschen international aus dem Gelegenen wird,

dann kommt halt meistens was Besseres dabei raus.

Und wenn man das gewohnt war, dann ist es echt hart, ohne das zu arbeiten.

Stimmt. Wir haben uns ja kennengelernt in dem Verein Werkstatt Schwarzwald.

Und darüber wollte ich auch noch mit dir sprechen.

Ich bin ja auch jetzt in den Verein eingetreten und kannst du vielleicht so

ein bisschen sagen, was ist so deine Motivation gewesen und ja, was macht der Verein?

Und vielleicht auch jetzt, wir sind ja jetzt Anfang des Jahres und das ist vielleicht

so ein bisschen unsere Neujahrsfolge und ich wollte mit meinem Neujahrsgast

auf das Jahr blicken und vielleicht auch so ein bisschen darüber sprechen,

welche Wünsche, welche Hoffnung hast du für den Verein und für die Kulturszene

hier im ländlichen Raum im Schwarzwald?

Freue mich, wenn wir uns ein bisschen mehr vernetzen. Aber wirklich auch vernetzen,

ohne direkt gleich an Projekte zu denken.

Das hat man, glaube ich, gemerkt an unserem Treffen, dass die Vorstellungen

auch sehr, sehr unterschiedlich sind.

Ich glaube, dass Projekte entstehen, wenn man sich öfters trifft und dann Ideen hat.

Das ist genau dieses Ideenpimpfung. Das ist das, wo ich denke,

jeder gibt seinen Teil dazu.

Und dann kann was richtig Großes daraus wachsen.

Und dann macht es auch plötzlich doch noch viel mehr Leuten Spaß,

wenn die sehen, was daraus werden kann.

Manchmal hatten ja nur zwei, drei Leute eine Idee und wenn die anderen aber

sehen, boah, das nimmt ja eine coole Form an und da könnte ich vielleicht noch

das dazu beitragen, was ich gut kann,

dann sind es nochmal ganz andere Projekte, die da wachsen können.

Aber für mich ist da eigentlich, ja, der Verein darf wachsen.

Ich mag noch mehr einfach die jungen Kreativen, die es da auch jetzt noch mehr

gibt, einfach noch besser kennenlernen.

Das ist, glaube ich, der einzige Nachteil, wenn man so zu zweit selbstständig ist.

Man hat kein so ein großes Team mehr für das Feedback. Also ich finde es schön,

wenn man konstruktiv ehrlich auch mal sagt, da hättest du ein bisschen länger

dran arbeiten können, die Farbwahl war nicht so gekonnt oder so, jetzt so und so gemacht.

Gemeinsam wachsen, wäre schön. Besser werden.

Wenn wir sind, das ist so witzig gewesen, ich habe,

bei der Agentur in Herrenberg, habe ich für einen ganz große Produktlinie sozusagen

die Fotokonzeption gemacht und den Fotografen dafür gesucht und der Fotograf,

den wir uns rausgesucht haben, der war halt aus München.

Und die von der Münchner Agentur, die haben dann gesagt, was?

Wir sollen diese Mappe nach Herrenberg schieben? Die Provinz.

Und jetzt sage ich das, meine Güte, wir sind in Freudenstadt oder heute sind

wir jetzt hier in Altenstadt.

Wir kochen alle mit dem gleichen Wasser. Wir sind alle ähnlich professionell

mit einer guten Ausbildung.

Und das ist was, das dürfen wir uns ruhig gegenseitig immer mal wieder zeigen.

Und das habe ich auch beobachtet, als ich beim ersten Treffen war,

Aber dass vielleicht das Selbstbewusstsein nicht so dick ist wie jetzt in der Stadt, wo,

ich meine, in Berlin gibt es oft Leute, die einfach einen großen Geltungsdrang

haben und einfach gesehen und gehört werden wollen.

Und mein Eindruck war beim Treffen vom Verein, dass da sehr viele talentierte

Leute aus ganz unterschiedlichen Sparten sitzen,

die aber eher so vielleicht ein bisschen schüchterner sind oder eben nicht allen

sagen, wie groß ihre Eier sind.

Ich meine, das hast du ja mitgekriegt, dass die ja schon auch die Hoffnung hatten

oder den Wunsch hatten, dass sie noch mehr mit einbezogen werden oder noch mehr

mitkriegen wollen, was wo läuft.

Im ländlichen Raum ist das alles, was Gestaltung angeht, so nice to have,

aber brauchen wir nicht wirklich und ich glaube, das darf sich wieder ändern.

Wie machen wir das? Das ist die Frage. Ich glaube schon, dass wir ein bisschen lauter werden dürfen.

Aber ein bisschen lauter werden wir erst, wenn wir in einer größeren Gruppe

sind. Und das sind wir noch nicht. Ich glaube, da dürfen wir einfach noch ein bisschen wachsen.

Ja, der Verein ist ja auch noch recht neu. Richtig. Also ein Verein oder auch

das, was da so ist, das darf über die Jahre wachsen.

Und es muss auch zuerst mal gar nicht so projektbezogen sein,

sondern wirklich sich kennenlernen, gucken, was kann man alles machen.

Weil im Grunde genommen hast du ja auch in Kreativbereichen ganz anderen Bereichen

wie ich, wo ich total spannend finde.

Aber ich habe keine Ahnung, was du denn in deinem Alltag damit machst.

Klar, ich sitze jetzt hier vorne und mich mit dem Foto zu arbeiten.

Aber da darf man, glaube ich, noch viel mehr miteinander lernen und dann kann

man auch noch viel coolere Projekte machen.

Wie machen wir das, dass wir Zeit und Raum dafür schaffen?

Weil ich glaube, eigentlich sind wir uns alle, dass das gut tut und wichtig ist.

Und wenn es dann aber um einen konkreten Termin geht oder einen konkreten Stammtisch

oder einen Austausch, das merke ich selber bei mir,

das unterzubringen irgendwo oder dafür Platz zu schaffen und sich Zeit zu nehmen,

ist wirklich eine bewusste Entscheidung, ein bewusster Akt.

Und ganz oft geht sowas vielleicht ein bisschen unter, weil man dann einen Auftrag

hat oder privat irgendwas ist.

Und das ist dann so ein extra Termin, ein schöner Termin, aber der dann oft

vielleicht gestrichen wird, weil andere Dinge sich vordrängeln.

Das ist so. Ich glaube, das ist auch, wenn die, wo unsere Kinder kleiner waren,

habe ich oft auf solche Termine verzichtet.

Und ich war abends dann halt eher zuständig und mein Mann ist dann abends zu

solchen Terminen hin, ich dann halt nicht.

Das heißt, ich war, glaube ich, viele Jahre nicht wirklich im Kreativbereich

in Freudenstadt sichtbar.

Weil mein Mann ist eher morgens für die Kinder zuständig und ich eher abends.

Von dem her war das halt in dem Fall so bei uns. Aber ja.

Deswegen mag ich eigentlich so lockere Treffen haben, sodass es wirklich Spaß

macht, zusammenkommen, dass man sich freut auf so einen Abend.

Und dann kommen die Leute. Ja, also es ist.

Da muss der Verein vielleicht einfach auch noch ein bisschen in der Kommunikation

besser werden, sage ich mal.

Ich bin nicht im Vorstand, aber bin von Anfang an dabei und eigentlich habe

ich große Hoffnung, dass wir da miteinander noch ein bisschen näher rücken eigentlich.

Und dass man so vielleicht sieht, ja, wir haben hier so viele Leute,

man kann auch für die Firmen hier vor Ort tolle Sachen machen.

Ich glaube, Selbstbewusstsein ist da wirklich so ein ganz entscheidender Faktor.

Also die Community hat ja gesagt, ich soll kritischer sein, deswegen muss ich

jetzt noch was Kritisches sagen. Also ich, nein, nein, nichts Schlimmes.

Ich habe nur das Gefühl, dass Motzen, also wenn man sich beschwert,

dass zum Beispiel, dass wir vergessen werden, dass niemand uns angerufen hat

oder so, das mag ich einfach nicht so gern, dieses Motzen, weil wer soll denn

an dich denken, einfach so.

Also das ist wirklich ein nice to have für viele, dieses Künstlerische.

Das ist nichts, was in der Kalkulation oder einfach beim Planen an erster Stelle

auftaucht, sondern da muss man den Leuten auf den Sack gehen.

Da muss man anrufen und sagen, hier bin ich, ich mache das und das.

Und dass die dich auf dem Schirm haben und dass die verstehen,

was du machst, warum du relevant bist, warum sie dich brauchen.

Wenn sie das nicht greifen und vielleicht auch keine persönliche Beziehung zu

dir haben oder so, dann werden sie auch nicht an dich denken.

Und ich glaube, das ist so ein bisschen unsere Aufgabe als Kreativschaffende

auch, also nicht zu motzen und nicht zu warten, bis uns jemand anruft,

sondern auf die Bühne zu treten und zu sagen, das mache ich, das biete ich an.

Und dass man sich an uns erinnert, gerade hier.

Das darf uns noch mehr eine Bühne bieten, einfach uns zu zeigen, ja.

Und auch, je mehr wir uns gegenseitig kennenlernen, umso mehr wissen wir auch,

wo man ein paar von uns empfehlen kann.

Ich weiß, das hat sich total verändert. Wir haben auch noch keinen geschäftlichen Instagram-Account.

Könnten wir schon längst machen, aber das muss man ja alles pflegen.

Das muss alles ja auch gut gemacht sein. Wenn ich das machen will,

dann will ich es ja gut machen.

Ja, mal gucken, ob ich da noch richtig mal Vollgas gebe oder nicht. Mal gucken.

Aber so dieses Weiterempfehlen, Weitergeben, das hat eigentlich schon immer gut funktioniert.

Aber das kann ich halt nur, wenn jemand auch weiß, dass der Wissendes so und so macht.

Von dem her fände ich es schön, wenn das Netzwerk noch so wächst, weil da gibt es,

Sowohl Fotografen, Video-Leute, Leute, die Regie machen,

Leute, die mit Typografie eigentlich sich noch ein bisschen besser auskennen

und gerade bei so Firmen-Image-Videos.

Boah, das ist manchmal echt schräg, was da so an Schrift reinfliegt und wieder rausfliegt.

Wo ich mir wünschen würde, wenn ich das restliche Corporate Design gemacht habe,

darum fragst du mich denn nicht.

Das wäre so schön, wenn man da einfach noch mehr Hand in Hand arbeiten würde. Stimmt, ja.

Okay. Was ist so dein persönlicher Blick auf das neue Jahr?

Ich muss sagen, ich habe ehrlich gesagt dieses Jahr, bin ich einfach wirklich

reingerutscht und der Tag im letzten Jahr und der im neuen hat sich nicht wirklich unterschieden.

Also im Sinne von, ich habe jetzt keine riesengroßen Vorsätze gefasst oder an

eine Bilanz gezogen vom letzten Jahr oder abgerechnet im letzten Jahr.

Ich bin einfach zufrieden so und ich rutsche dann so weiter,

ohne mir jetzt so richtig krass 50 Sachen auf die Fahne zu schreiben.

So sollte ich vielleicht machen, aber ich bin eigentlich so,

ich glaube, ich fahre besser damit, wenn ich einfach die Flossen locker halte

und einfach mein Ding mache und mir nicht zu viel vornehme.

Wie ist es bei dir? Hast du irgendwie so bestimmte Pläne, Ziele fürs Jahr oder

eine bestimmte Sache, die du erreichen willst?

Oder gehst du auch so einfach locker rein?

Irgendwie, ich habe dieses Jahr relativ ähnlich gemacht.

Ich habe schon immer mal wieder so meine Vorsätze, aber dieses Jahr war es eigentlich

so, dass ich gedacht habe, boah, ich gehe mal ohne Erwartungen rein.

Das ist sowieso, das habe ich auch bei Mitarbeitergesprächen,

bei meinen Chefs immer so gemacht, wenn du ohne Erwartungen reingehst,

kannst du auch nicht enttäuscht werden.

Und so gehe ich eigentlich auch ins neue Jahr. Mal gucken.

Ich freue mich total, wenn es neue Aufgaben gibt und mal gucken, was es so bringt.

Also die KI verändert ja schon einiges gerade bei uns und das ist so, so.

Ja, wir sind ja im denklichen Raum mit manchen Leuten, kannst du dich da austauschen

und Erfahrungen austauschen, und wie man das nutzen kann und wie das super läuft

und was man da auch sich selber helfen kann, dass man schneller wird und noch besser wird.

Und mit Menschen reden wir dann und das habe ich noch nie benutzt.

Das ist so spannend. Also die Zeit ist so sehr unterschiedlich,

wie sie wahrgenommen wird.

So, das war die Folge mit Eva. Ich habe mich riesig gefreut,

dass sie bei mir war und sich getraut hat, sich so zu öffnen.

Wenn es euch auch so geht und ihr aus dieser und auch in den anderen Folgen

was mitnehmt, dann lasst mir doch gerne Bewertungen da.

Es kostet nichts, aber hilft den Frauen, dieses Podcast und auch mir, sichtbarer zu werden.

Außerdem gibt es allerdings die Möglichkeit, mich auf einen Kaffee einzuladen,

und zwar virtuell, für ein paar Kröten.

Also falls euch der Podcast auch langfristig zusagt und ihr immer wieder eine

Inspiration daraus schäuft oder irgendwas mitnehmt, ladet mich doch mal auf

den Kaffee und wäre doch nett.

Auch den Link findet ihr in den Journalen. Ich freue mich schon auf die nächste

Folge und ihr dürft gespannt sein.